Poetic Captchas ... 2014
Fast jeder Webnutzer kennt Captchas. Das sind diese nervigen kleinen Eingabeboxen, mit deren Hilfe man beweisen soll, dass man kein Bot, sondern ein Mensch ist. Früher musste man dazu oft nahezu unleserliche Buchstaben und Zahlen erkennen und eingeben, davor kleine Rechen- oder andere Aufgaben lösen, heutzutage vor allem Zebrastreifen, Ampeln, Autos usw. in kleinen Bildchen erkennen.
Früher hätte man also gesagt:
this is a captcha
Wikipedia erklärt es mir genauer – jetzt, am 13.07.2020 – mit allen Links:
„Der Begriff Captcha wurde zum ersten Mal im Jahr 2000 von Luis von Ahn, Manuel Blum und Nicholas J. Hopper an der Carnegie Mellon University und von John Langford von IBM verwendet und ist ein Homophon des englischen Wortes capture (einfangen, erfassen).“
Und schon 2014 wusste man:
there is no privacy here
Mit Privacy Captcha, einem gemeinsamen Projekt von Digitalcourage und The Digital Native, das leider nicht mehr online ist, konnte man kurze Texte in ein Captcha umwandeln, also ein ‚verzerrtes Bild‘ generieren, das nur noch schwer automatisiert verarbeitet werden kann, wie es damals beschrieben wurde.
Nicht erst seit der Erfindung des Internets (als Arpanet 1969) und des Webs (1991) ist klar:
das technische ist politisch
Für mich war die Möglichkeit, zufallsgestaltete Captchas auf der Basis eigener Texte zu gestalten, mit den Augen eines Sprachakrobaten betrachtet, vor allem eines: Ein Spielzeug. Mich hat interessiert, …
wie man aus einem captcha kunst machen kann
Und so sind die Poetic Captchas entstanden. Wie die Gugeldichte: Gedichte. Aus Tech-Geschichte.